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Alte Pfannen richtig entsorgen – ab in die MĂŒlltonne?

Die gute, alte Pfanne hat lange zuverlĂ€ssig ihren Dienst versehen. Doch nun hĂ€ngt das Essen am Rand und es finden sich tiefe Kratzer in der Beschichtung, sodass von „Antihaft“ keine Spur mehr ist. Nun stellt sich die Frage: Wie kannst du die Pfanne richtig entsorgen? Wir klĂ€ren auf und sagen dir, welche Entsorgungsmöglichkeiten du hast und worauf du dabei achten solltest.
Besonderheiten
  • Gesundheitsgefahr durch alte Pfannen
  • Bitte hier entsorgen
  • Trennung einzelner Teile
  • Tauschen und Verschenken
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Alte Pfannen gehören in die Wertstofftonne oder können auf dem Wertstoffhof abgegeben werden.
  • Zerkratzte Pfannen stellen keine Gesundheitsgefahr dar, da Teflonteile ausgeschieden werden. Eingeatmete DĂ€mpfe bei großer Hitze sind aber giftig.
  • Sind alte Pfannen noch gut erhalten, können sie auch an wohltĂ€tige Organisationen gespendet werden oder finden eine weitere Verwendung als Dekoobjekt im eigenen Haushalt.

Wohin mit der alten Pfanne?

Geht es dir auch so? Du hast viel Zeit und Überlegung investiert, um eine neue Pfanne zu kaufen. Diese wurde immer pfleglich behandelt, doch so langsam ist sie in die Jahre gekommen. Es zeigen sich Kratzer und unschöne Teflonteilchen finden sich im Essen wieder. Sehr unappetitlich! Nun stellt sich die Frage, ob diese Teilchen giftig sind oder einfach nur unschön. Abgesehen davon hĂ€ngt an zerkratzten Stellen das Essen an.

Ebenso wenig angenehm kocht es sich mit Eisenpfannen, die durch Herunterfallen oder andere mechanische EinflĂŒsse nicht mehr gerade sind. Das Essen wird darin ungleichmĂ€ĂŸig erhitzt, da der Boden nicht eben auf der Herdplatte steht.

Eines gleich vorab: Bei der Entsorgung alter Pfannen spielt es keine Rolle, ob diese beschichtet sind oder nicht. Teflon-Pfannen werden ebenso entsorgt wie gusseiserne Pfannen. Lediglich die Griffe und Deckel mĂŒssen getrennt von den Pfannen beseitigt werden. In diesem Ratgeber sagen wir, was wie entsorgt wird und worauf du dabei achten solltest.

Übrigens spielt es bei der Entsorgung keine Rolle, ob du eine alte Pfanne oder einen alten Topf loswerden möchtest. Schau aber bitte genau auf die Materialien, aus denen dein Kochgeschirr gefertigt wurde. Der alte Pfannenwender aus Holz gehört nicht in den WertstoffbehĂ€lter! Er muss in der RestmĂŒlltonne entsorgt werden bzw. könntest du ihn sogar, wenn es sich um unbehandeltes Holz handelt, auf dem Komposthaufen verrotten lassen. Je nach StĂ€rke des Pfannenwenders kann das aber sehr lange dauern. Hast du einen Garten, kannst du den Pfannenwender auch beschriften und zur Kennzeichnung von Neuansaaten benutzen.

Der Pfannenwender aus Kunststoff hingegen gehört in die Wertstofftonne, ebenso wie alte Töpfe oder Pfannen. Nach der Neuregelung zur MĂŒlltrennung gibt es diesbezĂŒglich keine Unterschiede mehr.

Darum ist die richtige Entsorgung wichtig

Die fĂŒr Pfannen verwendeten Materialien stellen wichtige Rohstoffe dar, die recycelt und damit wiederverwendet werden können. Es wĂ€re schlichtweg Verschwendung, sie einfach zu vernichten! Auch wenn die Pfanne fĂŒr dich selbst keinen Wert mehr hat, weil sie zerkratzt oder verbogen ist, so sehen das UmweltschĂŒtzer, Regierung und Freunde des Recyclings doch anders. Sie sind der Meinung, dass die Materialien eben doch einen Wert haben.

Schon seit 2015 ist die Entsorgung alter Pfannen bundesweit einheitlich geregelt. Pfannen gehören in die Wertstofftonne! Man schrieb den Juni 2015, als sich die Koalitionsfraktionen darauf geeinigt hatten, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung fĂŒr Wertstoffe und PlastikmĂŒll geben sollte. Die neue gelbe Tonne wurde geboren und sie trug den Namen „Wertstofftonne“. Von jetzt an durften nicht mehr nur Verpackungen in die gelbe Tonne oder in den gelben Sack wandern, sondern auch Kunststoffe und Metalle wurden dort gesammelt. Wurden bisher Pfannen und Töpfe, KleiderbĂŒgel und Spielzeug im RestmĂŒll entsorgt, gehörten sie ab jetzt nicht mehr dorthin.

Den Verbrauchern sollte so ein kompliziertes System der MĂŒlltrennung erspart bleiben, denn das neue System war deutlich leichter nachzuvollziehen. Bis heute geht es dabei auch darum, die konsequente Steigerung des Recyclings von SiedlungsabfĂ€llen weiter zu erhöhen. Deutschland wird stets als Rekordmeister in puncto Recycling gesehen, wenngleich die oft angegebenen Quoten nicht ganz richtig sind. Denn: FĂŒr neue Produkte werden nur knapp 16 Prozent des PlastikmĂŒlls wirklich verwendet, wie der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz weiß. Die offiziellen Quoten liegen deutlich höher und sprechen von Zahlen zwischen 50 und 67 Prozent. Doch was Verbraucher nicht wissen: Diese Zahlen belegen nur die Menge des angelieferten MĂŒlls beim Recyclingunternehmen. Das tatsĂ€chlich recycelte Plastik hingegen bewirkt eine sehr geringe Recyclingquote mit gerade einmal 16 Prozent.

Somit ist es besonders wichtig, alte Pfannen korrekt zu entsorgen, damit das MĂŒllaufkommen stetig verringert wird. Und auch wenn es sich dabei nicht um einen alltĂ€glich zu entsorgenden Gegenstand handelt, ist es dennoch wichtig, Pfannen fachgerecht der Entsorgung zuzufĂŒhren, um die Umwelt zu entlasten. Gerade in der heutigen Zeit, wo der Ruf nach einem deutlich verbesserten Umweltschutz immer lauter wird, kommt es auf jeden Einzelnen an. Wie weiter unten im Artikel noch beschrieben, gibt es jedoch Alternativen zur Entsorgung. Die alte Pfanne muss nicht immer gleich aus dem Haus ausziehen!

Zusammengefasst
Alte Pfannen sollten aus UmweltschutzgrĂŒnden in der Wertstofftonne entsorgt werden, denn sie liefern immer noch wichtige Materialien fĂŒr das Recycling.

Wann solltest du deine alte Pfanne entsorgen?

Der richtige Entsorgungszeitpunkt kann freilich nicht in Monaten oder Jahren der Nutzungsdauer angegeben werden. Wer mit Metallbesteck in der Pfanne hantiert, wird diese nur kurze Zeit nutzen können. Wer hingegen sehr sorgsam mit ihr umgeht, auf Holz- und Kunststoffbesteck zum Wenden des Bratguts setzt und die Pfanne per Hand und nicht in der SpĂŒlmaschine reinigt, kann auch einige Jahre gut mit ihr auskommen. Außerdem ist es im Sinne einer möglichst langen Nutzungsdauer wichtig, fĂŒr sehr heißes Bratgut eine Eisenpfanne und keine beschichtete Teflonpfanne zu verwenden. Letztere sind nicht fĂŒr sehr hohe Temperaturen, wie sie zum Beispiel beim scharfen Anbraten von Fleisch entstehen, gemacht!

Wenn sich die Pfanne nicht mehr reinigen lĂ€sst, das Essen bei jedem Braten anhĂ€ngt oder wenn die Beschichtung tiefe Kratzer aufweist, ist es an der Zeit, die Pfanne zu entsorgen. Kleine Kratzstellen können meist noch ignoriert werden, doch tiefe oder breite Kratzer bewirken, dass die Speisen anhĂ€ngen und sich die Pfanne nur noch schwer reinigen lĂ€sst. SpĂ€testens dann, wenn die Beschichtung Blasen zeigt oder sich ablöst, ist die Zeit fĂŒr eine Pfanne gekommen. Das gilt auch, wenn der Boden nicht mehr gerade ist, denn wie oben bereits beschrieben wird durch unebene Böden eine ungleichmĂ€ĂŸige Erhitzung der Speisen bewirkt. Außerdem bedeutet das Energieverschwendung, da durch die Luft zwischen Pfanne und Herdplatte Energie ungenutzt verloren geht. Das Braten dauert insgesamt lĂ€nger und es wird mehr Hitze benötigt, um den gewĂŒnschten Gareffekt zu erzielen.

Zusammengefasst
Alte Pfannen sollten bei unebenen Böden und tiefen oder breiten Kratzern sowie sich ablösendem Teflon entsorgt werden. Dieses Video zur MĂŒlltrennung sagt dir, was wohin gehört.

Wie können alte Pfannen entsorgt werden?

Eine Eisenpfanne besteht nur aus dem Pfannenteil und dem Stiel, beide sind aus Eisen hergestellt. Doch eine beschichtete Pfanne setzt sich aus der Pfanne selbst, dem Stiel (meist Kunststoff) und der Schraube, die den Stiel an der Pfanne befestigt, zusammen. Streng genommen mĂŒsstest du alle diese Teile getrennt entsorgen. Und genauso ist es auch! Die Pfanne ist eine schöne Demonstration, die bei einer ErklĂ€rung zur MĂŒlltrennung genutzt werden kann. Stiel und Schraube gehören in den RestmĂŒll, die Pfanne in den WertstoffbehĂ€lter. Allerdings sind sich hier selbst Experten nicht ganz einig und meinen, der Kunststoffstiel könne ebenso in der gelben Tonne entsorgt werden.

Auch der Glasdeckel gehört nicht in den gelben WertstoffbehĂ€lter. Er darf allerdings auch nicht im Glascontainer entsorgt werden, wenngleich es sich doch um Glas handelt. Das hitzebestĂ€ndige Glas weist eine eigene Beschaffenheit auf, die sich nicht fĂŒr das Recycling eignet. Daher gehört der Deckel in den RestmĂŒll. In der Regel stellt sich diese Frage aber auch gar nicht erst, denn der Deckel einer mittelgroßen Pfanne ist bereits zu groß, um ihn ĂŒberhaupt durch die Öffnung des Glascontainers zu bekommen.

Durch die bundesweit einheitliche Regelung zur Entsorgung von MĂŒll macht es keinen Unterschied, ob du deine Pfanne in MĂŒnchen oder Berlin, in Kiel oder DĂŒsseldorf entsorgen möchtest. Sie gehört auf jeden Fall und ĂŒberall in den WertstoffbehĂ€lter und damit in die gelbe Tonne.

Interessant
Im Jahr 2011 traf Hamburg als erste Stadt Deutschlands eine Vereinbarung mit den privaten Unternehmen des Dualen Systems und konnte fortan alte Pfannen im gelben WertstoffbehĂ€lter entsorgen. Die diesbezĂŒgliche Regelung ist also noch nicht alt. Nach Hamburg folgten die ĂŒbrigen StĂ€dte, sodass nun die genannte einheitliche Anwendung der MĂŒllvorschriften bzw. der Vorschriften zur MĂŒlltrennung besteht.

Du hast aber noch weitere Möglichkeiten, deine alte Pfanne loszuwerden. Du kannst sie mit dem Schrott entsorgen, wenn es sich um eine Eisenpfanne handelt. Auch beschichtete Pfannen werden angenommen. Entweder, du meldest sie bei der nĂ€chsten Schrottsammlung mit an, bei der die abzuholenden Teile an den Straßenrand gestellt werden (und die bei Anmeldung ĂŒber die Abgabekarte kostenlos ist), oder du stellst sie zu den Sammlungen fĂŒr die fliegenden HĂ€ndler dazu. Der SchrotthĂ€ndler, zu dem du die Pfanne bringst, zahlt fĂŒr den angekauften Schrott, wobei die Preise von Ort zu Ort bzw. von HĂ€ndler zu HĂ€ndler verschieden sind. Freilich lohnt es sich nicht, eine einzelne Pfanne dorthin zu geben, abwiegen zu lassen und zu erwarten, dass hier wirklich noch Geld dabei herausspringt.

Der örtliche Wertstoffhof ist ebenfalls eine gute Anlaufstelle und nimmt deine alte Pfanne entgegen. Sie wird hier kostenlos angenommen und du hast die Sicherheit, sie umweltgerecht entsorgt zu haben. Doch auch hier gilt: Wer nicht gerade einen Wertstoffhof in der Nachbarschaft hat, wird sich kaum wegen einer einzelnen Pfanne ins Auto setzen und diese zur Annahmestelle bringen.

Übrigens dĂŒrfen alte Pfannen nicht auf dem SperrmĂŒll entsorgt werden. KleingerĂ€te werden nicht mitgenommen! Du kannst sie zwar mit der Abgabekarte anmelden, eine BestĂ€tigung fĂŒr die Abholung wirst du dafĂŒr aber nicht bekommen. Stellst du die Pfanne trotzdem mit zum SperrmĂŒll, der durch den örtlichen Entsorger abgeholt wird, werden die Mitarbeiter des Unternehmens die alte Pfanne stehen lassen. Daher: Lieber gleich fachgerecht entsorgen!

Zusammengefasst
Alte Pfannen können wie folgt entsorgt werden:

  • Schrottsammlung
  • WertstoffbehĂ€lter
  • Gelber Sack
  • Abgabe auf dem Wertstoffhof
  • Pfannenteil, Stiele und Deckel getrennt entsorgen!

Die Abgabe zusammen mit dem SperrmĂŒll ist nicht möglich.

Verschenken und Tauschen alter Pfannen als Alternative

Alte Pfannen werden teilweise auch aussortiert, weil sie nicht mehr benötigt werden. Ein Beispiel: Ein Paar zieht zusammen, beide bringen einen voll ausgestatteten Haushalt mit. Pfannen in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen sind nun vorhanden, Stauraum gibt es dafĂŒr zu wenig. Wer diese Pfannen nicht aufheben möchte, kann sie verschenken. WohltĂ€tige Organisationen im In- und Ausland sind gute Anlaufstellen und freuen sich immer ĂŒber gut erhaltenes Geschirr und andere GegenstĂ€nde. Wichtig: NatĂŒrlich sollten die Pfannen dann noch gut erhalten sein, niemand sollte versuchen, die Entsorgung alten Geschirrs auf andere abzuwĂ€lzen! Verschenke daher nur alte Pfannen, die wirklich noch gut genutzt werden können und die du auch selbst weiterhin verwenden wĂŒrdest, wenn du sie benötigst. Keine tiefen Kratzer, Schlagstellen oder Beulen bitte!

Tipp
Beteilige dich doch einmal an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, wenn du eine Pfanne loswerden möchtest, diese aber nicht zu groß ist. Du kannst sie mit verschiedenem Kochzubehör fĂŒllen und jemandem damit eine Freude machen. Doch auch hier gilt, dass die Pfanne gut erhalten sein sollte. Teilweise wird bei dieser Aktion zwar schon nach nagelneuen Sachen gefragt, doch bei einem entsprechend guten Zustand sollte das auch bei einer gebrauchten Pfanne kein Problem sein.

Im Internet oder auch in verschiedenen StĂ€dten gibt es regelmĂ€ĂŸige Tauschbörsen, wo alles Mögliche getauscht werden kann. Teilweise ist es hier auch möglich, Kochgeschirr und eben Pfannen zu tauschen. Es lohnt sich auf jeden Fall, dort einmal vorbeizuschauen, wenn du deine Pfanne nicht einfach so verschenken möchtest.

Zusammengefasst
Pfannen, die noch in einem guten bis sehr guten Zustand, aber einfach ĂŒberflĂŒssig sind, können auch an wohltĂ€tige Einrichtungen verschenkt werden. Überdies ist der Handel auf Tauschbörsen möglich.

“Alt gegen neu“: Einige Hersteller nehmen alte Pfannen zurĂŒck

Wenn die Pfanne wirklich nicht mehr brauchbar ist und du eine neue kaufen musst/möchtest, kann sich der Gang zum HĂ€ndler bzw. zum Hersteller lohnen. Ein Beispiel dafĂŒr ist der Hersteller WMF, der in seinem Onlineshop oder in den örtlichen Verkaufsstellen dafĂŒr wirbt, alt gegen neu zu tauschen. Das heißt, dass du mit deiner alten Pfanne in den Laden gehst, dir eine neue aussuchst und zum Beispiel 10 Euro verrechnet bekommst. Du musst dich nicht darum kĂŒmmern, dass die Pfanne fachgerecht entsorgt wird, und kannst gleichzeitig das neue Modell gĂŒnstiger bekommen. DafĂŒr bist du allerdings an diesen Hersteller gebunden, denn freilich bietet dir WMF keinen Bonus an, wenn du die Pfanne nur dort zurĂŒckgeben und woanders eine neue kaufen möchtest.

Derartige Aktionen werden in abgewandelten Formen auch von anderen Herstellern und Shops angeboten. Teilweise gibt es NachlĂ€sse auf den Kauf neuer Pfannen in Form von GeldbetrĂ€gen, teilweise in Prozenten. „Pfannen Harecker“ bietet einen Nachlass in Höhe von zehn Prozent an, wenn die alte Pfanne eingeschickt wird. Das Porto dafĂŒr ĂŒbernimmt dafĂŒr allerdings der Einsender. Das heißt, dass du bei dieser Variante einen geringen Rabatt bekommst, denn immerhin musst du vom Nachlass das Porto fĂŒr die Pfanne abziehen. Unfrei eingeschickte Pfannen werden in der Regel nicht angenommen, was bei anderen derartigen Aktionen ebenso gehandhabt wird.

Auch bestimmte Shops wie zum Beispiel Kaufhof bieten die RĂŒcknahme alter Pfannen an. Oft bist du hier nicht einmal daran gebunden, eine neue Pfanne zu kaufen. Es reicht, wenn du ein neues Kochutensil erwirbst. Das kann auch die hochwertige Schöpfkelle oder ein neuer Topf sein. Sehr praktisch, wenn du die alte Pfanne bloß loswerden und keine neue dafĂŒr kaufen möchtest. Solche Aktionen werden sogar online angeboten und sind dann besonders praktisch. Viele WarenhĂ€user und Shops bieten dann einen Gutscheincode an, mit dem das Kochgeschirr bestimmter Marken gĂŒnstiger angeboten wird. DafĂŒr muss noch nicht einmal die alte Pfanne eingeschickt werden. DafĂŒr stehst du aber immer noch vor der Frage der Entsorgung deiner alten Pfanne. Mit dieser Aktion lĂ€sst sich aber sehr gut und gĂŒnstig neues Kochgeschirr erwerben!

Zusammengefasst
Alte Pfannen können bei vielen Herstellern zurĂŒckgegeben werden. Die Vor- und Nachteile in der Übersicht:

Variante Vorteile Nachteile
RĂŒckgabe an Hersteller
  • einfaches Einsenden oder Abgabe im Shop vor Ort
  • Rabatt auf den Neukauf
  • keine UmstĂ€nde bei der Entsorgung
  • Pfannen werden durch den Hersteller fachgerecht entsorgt bzw. recycelt
  • Bindung an einen Hersteller
  • oft nur Tausch Pfanne gegen Pfanne möglich
  • Einsenden gegen Übernahme Porto
RĂŒckgabe an HĂ€ndler
  • siehe RĂŒckgabe an Hersteller
  • RĂŒckgabe von Pfannen verschiedener Hersteller möglich
  • oft nur im Rahmen einer Aktion möglich
  • Einsendung gegen Übernahme des Portos, daher geringerer Rabatt bei Neukauf
RĂŒckgabe an Warenhaus o. Ă€.
  • einfache RĂŒckgabe
  • fachgerechte Entsorgung bzw. Recycling alter Pfannen
  • Rabatt auf Neukauf von KĂŒchenutensilien, keine Verpflichtung zum Neukauf einer Pfanne, keine Markenbindung
  • ebenfalls oft im Rahmen einer Rabattaktion und nicht dauerhaft möglich
  • auch online möglich
  • online nur mit Eingabe eines Codes möglich, Geschirr muss nicht eingeschickt werden

Tipps fĂŒr Alternativen: Wie lassen sich alte Pfannen noch nutzen?

Manche Pfannen sind einfach zu schade zum Wegwerfen und jeder, der mit dem Begriff DIY etwas anfangen kann, wird jetzt hellhörig werden. Es gibt so viele Verwendungsmöglichkeiten fĂŒr alte Pfannen! Du kannst sie zum einen als Dekoobjekt verwenden, wenn du den Boden neu streichst. Sie sieht dann wieder wie neu aus, ist aber freilich nicht mehr zur Zubereitung von Speisen geeignet. In vielen KĂŒchen wird Kochgeschirr an die WĂ€nde gehĂ€ngt und soll eindrucksvoll beweisen, dass es sich hierbei um den Ort der Speisenzubereitung handelt. Das mag auch schön aussehen, hat aber den Nachteil, dass diese Pfannen leicht einstauben und vor der Benutzung (wenn sie nicht gerade tĂ€glich in Benutzung sind) erst gesĂ€ubert werden mĂŒssen. Mach es dir also leichter und hĂ€nge eine alte, neu gestrichene Pfanne als Deko auf, die du dann einfach hĂ€ngen lassen kannst und nicht zu sĂ€ubern brauchst. Die zu benutzenden Pfannen sind dabei sicher und sauber im Schrank verwahrt.

Besonders Kreative nutzen alte Pfannen als lustige Uhr in der KĂŒche. HierfĂŒr wird ein Uhrwerk in den Pfannenboden gelegt, darĂŒber kommt eine Abdeckung, ĂŒber die wiederum die Zeiger laufen. Entsprechende Anleitungen zum Basteln gibt es im Internet bzw. können auch der eigenen Fantasie entspringen. Die Uhr wird dann aufgehangen und ersetzt herkömmliche KĂŒchenuhren auf witzige und vor allem individuelle Art und Weise. Ähnliche Ideen finden sich auch bei Menschen, die gern Bilder in der KĂŒche aufhĂ€ngen. Mit einer entsprechenden Unterlage, die den Pfannenboden auskleidet und bei einer hĂŒbschen Gestaltung der Außenseiten der Pfanne können Fotos oder selbst gemalte Bilder in einem dekorativen Rahmen aufgehĂ€ngt werden.

Gerade große Pfannen sind oft auch sehr tief. Sie lassen sich wunderbar fĂŒr KĂŒchenkrĂ€uter verwenden. Du kannst auch fĂŒr diese Nutzung die Pfanne neu streichen und gibst ihr ein hĂŒbsches Muster am Rand bzw. von der Außenseite. Hier kannst du nun mehrere KrĂ€utertöpfe einstellen, die folglich keinen Übertopf mehr benötigen. Sollte Wasser beim Gießen daneben gehen oder durch den Blumentopf sickern, fĂ€ngt die Pfanne dieses sicher auf. Wichtig ist aber, dass du genĂŒgend StellflĂ€che hast, denn ansonsten wird dieses Dekovorhaben nur von Frust geprĂ€gt sein. Eine andere Möglichkeit ist, die Pfanne aufzuhĂ€ngen, was mit zwei Löchern am Rand und einer Blumenkette gut funktioniert. Bei dieser Variante solltest du aber auch den Boden der Pfanne streichen oder bekleben.

Alte Pfannen kannst du auch fĂŒr Flachwurzler als Pflanztopf nutzen. DafĂŒr kann es jedoch nötig werden, den Boden mit einem Loch zu versehen, damit ĂŒberschĂŒssiges Wasser abfließen kann. Andernfalls droht deinen Pflanzen FĂ€ulnis. Alternativ nutzt du die Pfanne nur fĂŒr die Pflanzen, die ohnehin eine kurze Lebensdauer haben und mit wenig Erde auskommen. SĂ€st du gern Kresse an, kann sich diese wunderbar dekorativ in der Pfanne entfalten.

Zur Anzucht junger Pflanzen sind etwas tiefere Pfannen ebenso gut geeignet. Wenn du im FrĂŒhjahr im Haus Pflanzen vorziehst, die du dann in den Garten setzen möchtest, bietet sich eine Pfanne an. Sie ermöglicht das einfache AnsĂ€en und Pflegen, von hier aus können die jungen Pflanzen dann pikiert und umgesetzt werden.

Zuguterletzt ein Tipp fĂŒr alle Eltern: Kinder lieben Pfannen! Sie mögen zwar als Trommel weniger gut geeignet sind als die guten, alten Kochtöpfe. Doch im Sandkasten oder beim Spiel „Vater-Mutter-Kind“ machen sie sich hervorragend! Hierbei sollten die schweren Modelle nicht in die engere Auswahl kommen, denn kleine KinderhĂ€nde können gusseiserne Pfannen noch nicht tragen. Außerdem ist die Verletzungsgefahr beim Herunterfallen der Pfannen sehr groß. Besser geeignet sind beschichtete Aluminiumpfannen oder kleine Modelle ohne Beschichtung. Bitte nicht als Spielzeug anbieten, wenn das Kind ein kleiner Raufbold ist. Eine Pfanne schmerzt auf dem Kopf bedeutend stĂ€rker als eine Schippe aus Plastik!

Zusammengefasst
FĂŒr alte Pfannen, die nicht entsorgt werden sollen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten der weiteren Nutzung. Sie können als Dekoobjekte oder PflanzgefĂ€ĂŸe verwendet werden. Kreative Köche und Heimwerker basteln aus einer alten Pfanne eine neue Uhr fĂŒr die KĂŒche oder nutzen sie als Bilderrahmen. Sogar als Kinderspielzeug kommen alte Pfannen in Betracht.

Neue Beschichtung: Aus alten Pfannen werden neue?

Die oben geschilderten Vorgehensweisen sind immer dann geeignet, wenn die alte Pfanne gĂ€nzlich aussortiert werden soll bzw. nicht mehr in Benutzung sein muss. Doch es gibt dank verschiedener Firmen auch Möglichkeiten, einfach eine neue Beschichtung aufzuziehen. Die Firma ITN Antihaftbeschichtungen in Neunkirchen war dafĂŒr vor rund 25 Jahren der Vorreiter, inzwischen gibt es aber auch viele weitere Anbieter dafĂŒr. Neu beschichtet werden können Pfannen aus Edelstahl ebenso wie aus Aluminium, BrĂ€ter, Backofenschalen oder Raclettegeschirr. Es geht dabei nicht darum, die alte Beschichtung wieder aufzupolieren oder auszubessern, denn das ist technisch nicht möglich. Vielmehr wird sie komplett erneuert.

Die Materialien, die bei der neuen Beschichtung eingesetzt werden, sind die gleichen, die auch fĂŒr die Erstbeschichtung genutzt werden und daher auch fĂŒr den Kontakt mit Lebensmitteln erforscht und zugelassen sind. Der Beschichtungsvorgang ist sogar mehrmals zu wiederholen: Wenn deine alte Pfanne also mit ihrer neuen Beschichtung wieder entsorgungsbedĂŒrftig sein sollte, kannst du sie erneut beschichten lassen. Diese Variante stellt eine Verbesserung gegenĂŒber dem Recycling dar, denn hier werden die Ressourcen durch Wiederverwendung wirklich geschont. Sogar die Griffe bzw. Stiele bleiben erhalten, sie werden nach dem Prozess einfach wieder montiert. Die einzelnen Arbeitsschritte dabei sind:

  • Reinigung der angelieferten Pfannen
  • Vorbehandlung der Pfannen durch thermische Bearbeitung
  • Strahlen der InnenflĂ€che der Pfannen
  • mehrmaliges Auftragen der Beschichtung (sog. Mehrschichtsystem)
  • Sintern der Beschichtung
  • Richten und Polieren der Pfannen
  • eventuelles Nachnieten
  • Ausliefern der „neuen“ Pfannen

Auch GroßkĂŒchen und Hotels gehen mittlerweile immer hĂ€ufiger diesen Weg und folgen damit dem Ruf nach mehr Umweltgerechtigkeit.

Generell gilt bei den entsprechenden Anbietern, dass Griffe vor dem Versand an das Beschichtungsunternehmen abgeschraubt werden sollen. Ist das nicht der Fall, wird dafĂŒr ein Aufpreis berechnet. Lediglich angenietete Griffe dĂŒrfen dranbleiben und werden wie oben erwĂ€hnt ggf. nachgenietet. Das gilt aber nur, wenn die Griffe aus Metall sind. Können Kunststoffgriffe bauartbedingt nicht demontiert werden, ist die Beschichtung nicht möglich.

Zusammengefasst
Statt der Entsorgung ist auch die neue Beschichtung alter Pfannen möglich. DafĂŒr kommen verschiedene Anbieter infrage, die sich aber preislich und in Bezug auf die technischen Möglichkeiten unterscheiden. Hier lohnt ein genauer Vergleich!

Kleiner Exkurs: Ist Teflon gesundheitsgefÀhrdend?

Die meisten Menschen machen sich Sorgen um ihre Gesundheit, wenn die Bratpfanne Kratzer aufweist und sich das Teflon ablöst. SpÀtestens dann, wenn sich kleine Teflonteilchen im Essen befinden, stellen sie sich die Frage: Ist das giftig? WÀhrend die einen Wissenschaftler ein Giftpotenzial konsequent verneinen, gibt es inzwischen einige Studien, die das Gegenteil belegen.

Es gibt Studien aus den USA, die davon berichten, dass bei ca. 95 Prozent der Amerikaner Chemikalien im Blut nachweisbar wĂ€ren, die teflonverwandt seien. Es ist mittlerweile hinreichend bekannt, dass Teflon gegen Ziervögel und kleine Versuchstiere giftig ist, Unbedenklichkeitsstudien gegenĂŒber Menschen gibt es nicht.

Teflon hat sich als allgemeiner Begriff fĂŒr beschichtete Pfannen und Kochgeschirr eingebĂŒrgert. Eigentlich handelt es sich um den Markennamen fĂŒr Polytetrafluorethylen (kurz PTFE), das im Jahr 1946 kommerziell eingefĂŒhrt und durch den Wissenschaftler Roy J. Plunkett entdeckt worden war. 1941 ließ sich DuPont dank Plunkett ein Patent darauf sichern, 1944 wurde Teflon als Markenzeichen eingetragen. Damit war die erste Antihaftbeschichtung geboren und von nun an nahmen Menschen Teflonteile mit auf. Doch diese Kritikpunkte zur Herstellung von Teflon-Pfannen bestehen heute:

  • PTFE gilt als gesundheitsschĂ€dlich
  • die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit bewertet Teflon kritisch
  • der Bestandteil PerfluoroctansĂ€ure (PFOA) verbleibt jahrelang im menschlichen Körper
  • PFOA steht im Verdacht, das Tumorwachstum anzuregen
  • PFOA ist im Abwasser nicht abbaubar

Es ist bekannt, dass Kanarienvögel besonders sensibel auf Umweltgifte reagieren. Die Hersteller von Teflon-Pfannen raten ihren KĂ€ufern mittlerweile, beim Kochen keine Vögel in der KĂŒche zu haben! Denn auch wenn die Teflonteile selbst nicht giftig sind und unverĂ€ndert wieder ausgeschieden werden, sollten sie mit der Nahrung aufgenommen worden sein, so sind doch die beim Braten entstehenden DĂ€mpfe giftig. Temperaturen von ĂŒber 200 °C sind schnell erreicht, diese bewirken aber die Freisetzung der Giftstoffe. Dabei ist die ToxizitĂ€t kaum wahrnehmbar, Vögel bekommen jedoch schnell Atemprobleme, auf die der Tod folgt. Und das liegt nicht am Wrasen, der beim Braten entsteht, sondern an den Giftstoffen aus der Pfanne! PTFE-Gas verursacht eine ödematöse LungenentzĂŒndung, in den Lungenkapillaren treten Blutungen auf. Der Vogel ertrinkt im Blut. Da stellt sich die Frage: Wie gefĂ€hrlich ist das fĂŒr Kinder und Babys?

Übrigens haben DuPont eigene Tests ergeben, dass Teflon bereits bei 110 °C giftige Partikel ausgast. Das ist eine Temperatur, die beim Braten jedes Mal erreicht wird!

Zusammengefasst
Teflonpartikel zu verschlucken, ist nicht schÀdlich. Die beim Braten entstehenden DÀmpfe jedoch sind stark gesundheitsschÀdlich und werden bereits bei niedrigen Temperaturen erzeugt.

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